„Leinen los“ für Schülerforschungszentrum Hamburg

Labor für MINT-Talente eröffnet an der Grindelallee: Schnupperangebote bis Mitte Juli, Regelangebot ab September

Schulbehörde, Joachim Herz-Stiftung, Körber-Stiftung, Nordmetall und  Universität Hamburg haben heute das Schülerforschungszentrum Hamburg an der Grindelallee (Rotherbaum) eröffnet. Alle Interessierten waren eingeladen, einen ersten Blick in die neuen Forschungsräume zu werfen und sich über bereits laufende Schülerprojekte sowie die zukünftigen Angebote für Kinder und Jugendliche informieren. Schülerinnen und Schüler ebenso wie Familien, Lehrkräfte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Hamburger Hochschulen und Instituten und alle bildungsengagierten und wissenschaftlich interessierten Hamburgerinnen und Hamburger konnten interessante Eindrücke gewinnen.

„Leinen los“ für Schülerforschungszentrum Hamburg

Die letzten Kabel sind verlegt, die letzten Schrauben gedreht: Ab jetzt bestimmen Schülerinnen und Schüler, was in den Werkstätten und Laboren des SFZ Hamburg gebaut, konstruiert und geforscht wird. Die Elektriker und Maurer haben das „Forschungsschiff“ verlassen und die jungen Forscher sind bereit zum „Entern“.

Schulsenator Ties Rabe: „Die Förderung individueller Interessen von Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiges Anliegen der BSB. Wir engagieren uns in einer Reihe von außerschulischen Projekten, wie zum Beispiel den vielen Wettbewerben wie Jugend forscht und den Olympiaden, die stark auf die Förderung interessierter und talentierter Schülerinnen und Schüler abzielen. Mit dem Schülerforschungszentrum existiert nun ein zentraler Ort mit idealen Bedingungen für dieses Ziel. Zudem erwarten wir durch die geplante Einbindung der Lehrerbildung auch wertvolle methodische Impulse zum forschenden Lernen in der Schule.“

Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg: Im Schülerforschungszentrum können die Schülerinnen und Schüler in die faszinierende Welt der Wissenschaft und Technik eintauchen. Sie lernen, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert und kommen ganz nebenbei mit Studierenden aus dem MINT-Bereich und „echten“ Forscherinnen und Forschern in Kontakt. Dies erleichtert den Weg von der Schule in die Hochschule und gibt wichtige Impulse für die spätere Wahl eines Studiums oder einer Berufsausbildung.

Lothar Dittmer, Vorstandsvorsitzender Körber-Stiftung: „Bildung, Wissenschaft und Forschung in enger Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft sind die entscheidenden Motoren der gesellschaftlichen Entwicklung. Gerade die MINT-Fächer sind der Schlüssel zu einer Kultur der Innovation, die Kreativität und Neugierde in den Mittelpunkt stellt. Mit dem Schülerforschungszentrum schaffen wir einen Ort, an dem sich Talente in Naturwissenschaften und Technik entfalten können.“

Henneke Lütgerath, Vorstandsvorsitzender Joachim Herz-Stiftung: „Junge Menschen sollen ihre Talente und Begabungen ohne Einschränkungen entwickeln können. Hier im Schülerforschungszentrum bekommen die Jungen und Mädchen mit MINT-Interesse Förderung und Unterstützung. Sie können sich mit Gleichgesinnten austauschen und gemeinsam Neues entdecken. Die forschende Tätigkeit im SFZ erweitert neben MINT-Fachkenntnissen auch überfachliche Kompetenzen wie Team- und Kommunikationsfähigkeit – ein guter Ansatz, um die Persönlichkeitsbildung von jungen Menschen zu stärken.“

Thomas Lambusch, Präsident Arbeitgeberverband Nordmetall: „In Deutschland nehmen zu wenig junge Leute eine natur- oder ingenieurwissenschaftliche Ausbildung auf, so dass der Wirtschaft die entsprechenden Fachkräfte fehlen. Für die Gestaltung unserer Zukunft brauchen wir kreative Ingenieurinnen und Ingenieure und Facharbeiter, die unsere Gesellschaft mit cleveren Ideen voranbringen können. Sich forschend und kreativ mit Problemen aus dem MINT-Bereich auseinanderzusetzen, stärkt die Schülerinnen und Schüler, es stärkt aber auch mittelfristig den Standort Norddeutschland im Bereich Wissenschaft und Wirtschaft.

Thomas Garl, Geschäftsführer des SFZ Hamburg, freut sich über die Eröffnung: „Endlich heißt es ‚Leinen los‘: Fortan können hier interessierte und talentierte Kinder und Jugendliche experimentieren, werken, coden und knobeln. Die Forschungsgruppen haben an ihren Schulen bereits intensiv gearbeitet, jetzt freuen wir uns über den Umzug ins Schülerforschungszentrum und auf weitere Mädchen und Jungen, die Lust haben in ihrer Freizeit zu forschen und zu tüfteln“.

Am Tag der offenen Tür gab es Einblicke in bereits laufende Projekte der Jungforscherinnen und Jungforscher. So verrichtete unter anderem ein selbst gebauter 3D-Drucker seine Arbeit, ein Infrarot-Klavier konnte von den Besuchern zu musikalischem Leben erweckt werden und die Vakuum-Bazooka zeigte ihre Durchschlagskraft.

Bis zu den Sommerferien findet ein Schnupperangebot statt, das regelmäßige Programm startet mit dem neuen Schuljahr nach den Ferien. Genaueres erfahren alle Interessierten auf der Website des SFZ Hamburg unter www.sfz-hamburg.de.

Ort: Schülerforschungszentrum Hamburg, Grindelallee 117

Über das Schülerforschungszentrum Hamburg

Das Schülerforschungszentrum Hamburg bietet Schülerinnen und Schülern einen Raum und professionelle Unterstützung für eigene Forschungsprojekte mit naturwissenschaftlichem oder technischem Fokus. Ziel ist es, Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zusammenzubringen und zu fördern. Das Schülerforschungszentrum Hamburg ist ein gemeinsames Projekt von Behörde für Schule und Berufsbildung, Joachim Herz Stiftung, Körber-Stiftung, Nordmetall, Universität Hamburg.

Ab September 2017 starten die regelmäßigen Öffnungszeiten für freie Forschungsprojekte. Montags bis freitags von 15-19 Uhr und samstags von 10-14 Uhr können die Jugendlichen ins SFZ Hamburg kommen, um hier an ihren eigenen Forschungsprojekten zu arbeiten.  Die Forscherkurse geben Einblicke in bestimmte Themenfelder aus dem MINT-Bereich. Hier können Grundlagen erlernt werden, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, eigene Fragestellungen zu bearbeiten und sich für Forschungsprojekte inspirieren zu lassen

Weitere Informationen: www.sfz-hamburg.de

Rückfragen

Schülerforschungszentrum Hamburg gGmbH
Dr. Thomas Garl, Geschäftsführer
Tel. (040) 42838 3730
E-Mail: garl@sfz-hamburg.de

Behörde für Schule und Berufsbildung
Peter Albrecht, Pressesprecher
Tel. (040) 4 28 63 – 2003
E-Mail: peter.albrecht@bsb.hamburg.de