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Klimaprojektionen für Hamburg

Hamburg ist aufgrund der Nähe zur Nord- und Ostsee vor allem durch maritimes Klima charakterisiert. Aber auch kontinentale Wettereinflüsse treten bei Ostwind auf. Die Sommer in Hamburg sind gewöhnlich gemäßigt warm und regnerisch. Der Einfluss des Golfstroms sorgt für milde Winter.

 

Temperaturen

Generell sind städtische Gebiete sowohl von regionalen Klimaänderungen als auch durch die Wirkung der veränderten städtischen Oberflächen auf das Klima betroffen. Das sogenannte Stadtklima ist dadurch charakterisiert, dass bodennah besonders bei Nacht höhere Lufttemperaturen als im Umland auftreten. Diese Temperaturdifferenzen zum Umland können sich im Bereich von wenigen Grad im Monatsmittel bewegen und erreichen bis zu ca. 7°C bei bestimmten Wetterlagen. In den Klimamodellen besteht ein Konsens, dass die bereits stattfindende Zunahme der mittleren Temperatur Hamburgs sich auch bis zum Ende des 21. Jahrhunderts fortsetzen wird. Für die Metropolregion Hamburg wird eine Zunahme der Jahresmitteltemperatur von +2°C bis mehr als 3°C projiziert1. Die mögliche mittlere Änderung der Temperatur beträgt +2.8°C pro Jahr. Im Sommer fällt die Spannbreite der möglichen Temperaturzunahme mit +0,6°C bis zu +6,1°C2 noch größer aus, wobei die mittlere Änderung +2,7°C beträgt2. Im Winter ist die mittlere Temperaturzunahme mit 3,1°C höher als im Sommer oder für das Jahresmittel2. Die Spannbreite liegt mit Temperaturzunahmen von +0.9°C bis zu +5.1°C im ähnlichen Rahmen wie für die Jahresmitteltemperatur2. Verbunden mit den projizierten milderen Wintertemperaturen werden Frosttage im Mittel um 38 Tage pro Jahr (Spannbreite der Modellergebnisse: -14 bis zu -67 Tage pro Jahr2) bis zum Ende des 21. Jahrhunderts in der Metropolregion Hamburg abnehmen. Ebenso wird sich auch die Anzahl der Eistage pro Jahr in dieser Region um in Mittel 14 Tage (Spannbreite der Modellergebnisse: -3 bis zu -35 Tage) reduzieren2.

Hamburg Temperatur Kenntage

Abb. 1: Änderung der Anzahl der Kenntage für Hamburg (ohne Wasser) nach dem Szenario A1B. Vergleich der Zeiträume 1998-2007 und 2090-2099.B1

Hamburg heiße Tage


Abb. 2: a) Mittlere Anzahl der heißen Tage pro Jahr für Hamburg im Zeitraum von 1998 bis 2007 und b) Änderungen der mittleren Anzahl heißer Tage für den Zeitraum 2090 bis 2099 nach dem Szenario A1B.B2

Niederschläge

Als mögliche mittlere Änderung könnte der Jahresniederschlag für die Metropolregion Hamburg um 7% zunehmen2. Allerdings gibt es in Hinblick auf den Jahresniederschlag eine sehr große Spannbreite an Modellergebnissen mit Änderungen zwischen -8% und +29%2, was verdeutlicht, dass es noch sehr große Unsicherheiten in Bezug auf die Änderung der Jahresniederschlagssumme bis zum Ende des 21. Jahrhunderts gibt. Allein für den Winter wird mit großer Sicherheit mit einer Zunahme des Niederschlags von im Mittel +21% gerechnet2. Die große Spannbreite von +1% bis zu +41% verdeutlicht aber auch hier, dass das Ausmaß der Niederschlagszunahme noch schwer abgeschätzt werden kann.

Wind

Die Simulationsergebnisse für die zukünftige Entwicklung der Windgeschwindigkeiten gehen deutlich auseinander, sodass keine generellen Aussagen über Veränderungen getroffen werden können3. Auch zur potenziellen künftigen Entwicklung von Sturmereignissen in der Metropolregion Hamburg können keine robusten Aussagen getroffen werden. Bis Ende des 21. Jahrhunderts erscheint sowohl eine Zunahme als auch eine Abnahme der Windgeschwindigkeiten bei Sturmereignissen und ihrer Häufigkeit in der Metropolregion Hamburg möglich1.

Klimaprojektionen für Hamburg

Temperaturen Generell sind städtische Gebiete sowohl von regionalen Klimaänderungen als auch durch die Wirkung der veränderten städtischen Oberflächen auf das Klima betroffen. Das sogenannte Stadtklima ist dadurch charakterisiert, dass bodennah besonders bei Nacht höhere Lufttemperaturen als im Umland auftreten. Diese Temperaturdifferenzen zum Umland können sich im Bereich von wenigen Grad im Monatsmittel bewegen und erreichen bis zu ca. 7°C bei bestimmten Wetterlagen. In den Klimamodellen besteht ein Konsens, dass die bereits stattfindende Zunahme der mittleren Temperatur Hamburgs sich auch bis zum Ende des 21. Jahrhunderts fortsetzen wird. Für die Metropolregion Hamburg wird eine Zunahme der Jahresmitteltemperatur von +2°C bis mehr als 3°C projiziert1. Die mögliche mittlere Änderung der Temperatur beträgt +2.8°C pro Jahr. Im Sommer fällt die Spannbreite der möglichen Temperaturzunahme mit +0,6°C bis zu +6,1°C2 noch größer aus, wobei die mittlere Änderung +2,7°C beträgt2. Im Winter ist die mittlere Temperaturzunahme mit 3,1°C höher als im Sommer oder für das Jahresmittel2. Die Spannbreite liegt mit Temperaturzunahmen von +0.9°C bis zu +5.1°C im ähnlichen Rahmen wie für die Jahresmitteltemperatur2. Verbunden mit den projizierten milderen Wintertemperaturen werden Frosttage im Mittel um 38 Tage pro Jahr (Spannbreite der Modellergebnisse: -14 bis zu -67 Tage pro Jahr2) bis zum Ende des 21. Jahrhunderts in der Metropolregion Hamburg abnehmen. Ebenso wird sich auch die Anzahl der Eistage pro Jahr in dieser Region um in Mittel 14 Tage (Spannbreite der Modellergebnisse: -3 bis zu -35 Tage) reduzieren2. Abb. 1: Änderung der Anzahl der Kenntage für Hamburg (ohne Wasser) nach dem Szenario A1B. Vergleich der Zeiträume 1998-2007 und 2090-2099.B1 Abb. 2: a) Mittlere Anzahl der heißen Tage pro Jahr für Hamburg im Zeitraum von 1998 bis 2007 und b) Änderungen der mittleren Anzahl heißer Tage für den Zeitraum 2090 bis 2099 nach dem Szenario A1B.B2 Niederschläge Als mögliche mittlere Änderung könnte der Jahresniederschlag für die Metropolregion Hamburg um 7% zunehmen2. Allerdings gibt es in Hinblick auf den Jahresniederschlag eine sehr große Spannbreite an Modellergebnissen mit Änderungen zwischen -8% und +29%2, was verdeutlicht, dass es noch sehr große Unsicherheiten in Bezug auf die Änderung der Jahresniederschlagssumme bis zum Ende des 21. Jahrhunderts gibt. Allein für den Winter wird mit großer Sicherheit mit einer Zunahme des Niederschlags von im Mittel +21% gerechnet2. Die große Spannbreite von +1% bis zu +41% verdeutlicht aber auch hier, dass das Ausmaß der Niederschlagszunahme noch schwer abgeschätzt werden kann. Wind Die Simulationsergebnisse für die zukünftige Entwicklung der Windgeschwindigkeiten gehen deutlich auseinander, sodass keine generellen Aussagen über Veränderungen getroffen werden können3. Auch zur potenziellen künftigen Entwicklung von Sturmereignissen in der Metropolregion Hamburg können keine robusten Aussagen getroffen werden. Bis Ende des 21. Jahrhunderts erscheint sowohl eine Zunahme als auch eine Abnahme der Windgeschwindigkeiten bei Sturmereignissen und ihrer Häufigkeit in der Metropolregion Hamburg möglich1. #title Anmerkungen: 1. Meinke et al. (2018): Hamburger Klimabericht 2. Meinke und Gerstner (2008): Norddeutscher Klimaatlas 3. Storch et al. (2015): Klimabericht für die Ostseeregion Bildquellen: B1. Eigene Darstellung, geplottet mit Excel; Datenquelle: A. Hermans (2016): COSMO-CLM Simulationen für Norddeutschland im Rahmen der Doktorarbeit "Impacts of land-cover change on the regional climate of Northern Germany" am Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Institut für Küstenforschung, Regionale Atmosphärenmodellierung (verfügbar unter: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/frontdoor.php?source_opus=8360&la=de) B2. Eigene Darstellung, geplottet mit R-Statistics; Datenquelle: A. Hermans (2016): COSMO-CLM Simulationen für Norddeutschland im Rahmen der Doktorarbeit "Impacts of land-cover change on the regional climate of Northern Germany" am Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Institut für Küstenforschung, Regionale Atmosphärenmodellierung (verfügbar unter: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/frontdoor.php?source_opus=8360&la=de)

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Anmerkungen
1. Meinke et al. (2018): Hamburger Klimabericht
2. Meinke und Gerstner (2008): Norddeutscher Klimaatlas
3. Storch et al. (2015): Klimabericht für die Ostseeregion

Bildquellen:
B1. Eigene Darstellung, geplottet mit Excel; Datenquelle: A. Hermans (2016): COSMO-CLM Simulationen für Norddeutschland im Rahmen der Doktorarbeit "Impacts of land-cover change on the regional climate of Northern Germany" am Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Institut für Küstenforschung, Regionale Atmosphärenmodellierung (verfügbar unter: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/frontdoor.php?source_opus=8360&la=de)
B2. Eigene Darstellung, geplottet mit R-Statistics; Datenquelle: A. Hermans (2016): COSMO-CLM Simulationen für Norddeutschland im Rahmen der Doktorarbeit "Impacts of land-cover change on the regional climate of Northern Germany" am Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Institut für Küstenforschung, Regionale Atmosphärenmodellierung (verfügbar unter: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/frontdoor.php?source_opus=8360&la=de)