Klangradar 3000

Klangradar 3000

Das Hamburger Vermittlungsprogramm Klangradar 3000 – Experimentelle Klanggestaltung und Komposition im Musikunterricht begann mit den Vorbereitungen zu seiner ersten Ausgabe, damals noch unter dem Titel Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts, im Jahr 1999. Initiiert wurde das Projekt von dem Komponisten Burkhard Friedrich und dem Landesmusikrat Hamburg. Seitdem kletterte die Erfolgskurve des Programms stetig bergauf und kann bereits auf 20 Jahre nachhaltige Vermittlung des Experimentellen Lernens und Lehrens im Rahmen von Klangforschung und Komponieren im Musikunterricht allgemeinbildender Schulen zurückblicken. Die Konzepte Reise 21, Klangwellen und Komponisten mobil näherten und nähern sich auf vielfältige Weise dem Erforschen von Geräuschen und Klängen unserer Umwelt, dem Experimentieren mit selbst erkundeten und erarbeiteten Klangereignissen und dem Komponieren und Konzeptionieren eines Werkes, das schließlich von den jeweiligen Schülergruppen im öffentlichen Konzert uraufgeführt wird. Begleitet und angeleitet wurden und werden sie dabei von professionellen Komponist*innen im wöchentlichen, 90-minütigen Musikunterricht über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten.

In den vergangenen Jahren haben ca. 80 Schulen, sowie ca. 2000 Schüler unter der Leitung von weit mehr als 20 Komponist*innen an dem Projekt teilgenommen. Aus Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts wurde anlässlich der Hamburger Ausgabe des von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Maßnahme Netzwerk Neue Musik im Jahre 2008 Klangradar 3000 mit dem Ziel, ein Netzwerk aufzubauen, das aus verschiedenen Institutionen und Partnern besteht. So konnten im Laufe der Jahre Hamburger Klangkörper, wie beispielsweise das Ensemble Resonanz, das Hamburger Philharmonische Orchester, Institutionen wie der NDR, die Hochschule für Musik und Theater und nicht zuletzt die Elbphilharmonie als Kooperationspartner gewonnen werden. Zusammen mit den verschiedenen Schulformen hat sich Klangradar 3000 zu einem variablen und beweglichen Vermittlungsprogramm entwickelt, das am klanglichen Alltag der Schüler*innen ansetzt und Reisen in klangliche und örtliche Gebiete unternimmt, die erforscht und besiedelt werden, jedes auf seine eigene individuelle kreative Art.

Klangforschung, experimentelle Klanggestaltung und Komponieren im Musikunterricht. Mit Forschergeist, Entdeckerfreude gehen Schülerinnen und Schüler zusammen mit einem Komponisten über den Zeitraum von drei- bis sechs Monaten auf Suche nach alltäglichen Klangereignissen in ihrem Lebensumfeld. Der leitende Komponist vermittelt ihnen das kompositorische Handwerkszeug, mit dessen Hilfe sie die Fundstücke zu einer Komposition zusammenfügen und selbstständig aufführen.

Die Teilnehmenden lernen, bisher unentdeckte, unerhörte und unscheinbare Klangereignisse wahrzunehmen und als musikalische Materialien zu verstehen, die als Grundlage für das künstlerische klangliche Gestalten dienen. Sie lernen die Bedeutungen von Geräusch, Klang, Ton und Musik und sie erhalten Gespür und Wissen für musikalische Struktur, Spannungsbögen und Ausdruck. Kommunikation mit musikalischen Mitteln stärkt die Gruppe und trägt zur Persönlichkeitsbildung bei.

https://www.klangradar3000.de/