Grundbegriffe und Unterrichtsmaterialien zur ökologischen bzw. sozialen Krise
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Zum Begriff der Nachhaltigkeit (wikipedia)
Übersichtsartikel zur Herkunft und gegenwärtigen Verwendung des Begriffes, aber auch der Debatten um eine Verwirklichung eines nachhaltigen Wirtschaftens; zudem finden sich die einschlägigen wissenschaftlichen Werke, um sich auf die Thematik vorzubereiten.
Unterrichtseinheit zur Bedeutung von Nachhaltigkeit
Von „Oro Verde. Die Tropenwaldstiftung“ gibt es eine Unterrichtseinheit, die grundlegend in diese Thematik einführt; sie ist ausgewiesen für die Klassen 7 bis 12. Es werden Arbeitsblätter, Videoclips und didaktische Überlegungen angeboten. Der Einstieg ist niederschwellig, indem über die Endlichkeit von Ressourcen die Reihe eröffnet wird, um dann die unterschiedlichen Momente der Thematik anzugehen (vom Plastikmüll über den Klimawandel bis hin zum Gebrauch des Palmöls und seiner globalen Auswirkungen). (PDF, 17 Seiten)
Die Filmemacher Dirk Wilutzky und Mathilde Bonnefoy haben Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen zu den drängenden Problemen der Menschheit befragt. Dabei werden die betreffenden Personen anfänglich in Ihrem Arbeitsumfeld begleitet, danach erfolgt eine Analyse der gegenwärtigen Situation und all jene Filme enden mit Handlungsmöglichkeiten für jeden Einzelnen. Als Einstiege und Diskussionsbeiträge sind diese Statements gut geeignet.
Die UNESCO hat eine umfangreiche Liste der zur Verfügung stehenden Lehrwerke, Unterrichtseinheiten oder Lehrplakate zusammengestellt, die viele Anregungen bereithalten.
Unterrichtseinheit zur Vermittlung von Nachhaltigkeit
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat bereits 2018 eine Unterrichtseinheit entwickelt, die grundlegend in den Themenkomplex Nachhaltigkeit einführt. Es geht auch hier schon um die Nachhaltigkeitsziele der UN, aber auch um die Problematik der gegenwärtigen Landwirtschaft oder um über ökonomische Verhältnisse im globalen Süden.
Linksammlung zum Themenkomplex „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
Lehrer-Online stellt hier Unterrichtseinheiten auch für den PGW-Unterricht der Oberstufe zusammen, um vom Klimawandel über nachhaltigen Konsum bis hin zur globalen Gerechtigkeit die unterschiedlichen Aspekte abzudecken. Gut als Einstiege in die Reihe geeignet.
Die NGO Germanwatch bietet eine Sammlung von Planspielen zum Klimawandel an, um eine Unterrichtssequenz aufzulockern und um die Unterrichtsroutinen aufzubrechen.
Unterrichtseinheiten zu den vielseitigen Möglichkeiten, Nachhaltigkeit zu lehren und zu lernen
Für die beruflichen Schulen Baden-Württembergs wurden Module entwickelt, die in die Thematik einführen, das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Nachhaltigkeit an unterschiedlichen Zusammenhängen zu erforschen. Es gibt Module u.a. zu einem bewussten Konsumverhalten, zu fairen Arbeitsbedingungen oder über unser Handeln im Alltag, was zur Nachhaltigkeit beitragen könnte.
Die NGOs „Ein-Welt-Netz NRW“ und die BUNDjugend NRW haben eine didaktisch abwechslungsreiche Einheit gestaltet, um die sozialen Auswirkungen des Klimawandels zu thematisieren, die globalen Unterschiede in Bezug auf die Auswirkungen und Ursachen dieser Krise (PDF, 67 Seiten).
Am Beispiel der Forstwirtschaft wird mittels dieser Einheit in die zentralen Begrifflichkeiten eingeführt und anhand des Konzepts einer Holzfirma beurteilt, die sich als nachhaltig wirtschaftend ausweist. Voraussetzung für die Einheit ist allerdings die bereits geleistete Einführung in die Thematik.
Materialien zu einer Diskussion unterschiedlicher Aspekte der Nachhaltigkeit
Die Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ hatte bereits 2002 einen Schwerpunkt dieser Thematik, was so Quellentexte bereitstellt, die zum Verstehen der historischen Entwicklung der Debatten beitragen können. Dabei geht es u.a. um die bereits 1992 verabschiedete Agenda 21, die bereits damals ein Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung proklamierte, aber auch um den Zustand der Landwirtschaft nach einem Jahrzehnt vermeintlich nachhaltiger Anregungen; gerade letzteres eignete als Quelle hervorragend, um es mit gegenwärtigen Debatten um die Landwirtschaft zu vergleichen.
Die Süddeutsche Zeitung versammelt auf dieser Website für den Unterricht gut nutzbare Texte und graphische Darstellung, die die Globalität der Auswirkungen des „Klimawandels“ oder der „Klimakrise“ veranschaulichen und gut herausarbeiten, weswegen diese Krise mit unserer Ökonomie, mit unserer Lebensweise zusammenhängt.
Diskussionsbeitrag zum Vergleich des Regierungshandelns in Klima- und in der Coronakrise
Die Politikwissenschaftlerin Elvira Rosert kritisiert, dass die Regierungen sehr unterschiedlich mit den beiden Krisen umgegangen seien und stellt heraus, dass zur Eindämmung der Pandemie Maßnahmen ergriffen worden seien, die auch in der Klimakrise genutzt werden müssten. Als kontroverser Beitrag geeignet, um auf die Probleme einzugehen, die sich zwischen Regierungszielen und Verwirklichung dieser Ziele ergeben.
Bedeutung von Wachstum und Grenzen des Wachstums in marktwirtschaftlichen bzw. kapitalistischen Wirtschaftssystemen
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Verhältnis von Politik und Wirtschaft
Recht traditionelle Unterrichtseinheit der Zeitschrift „Politik und Unterricht“, um noch einmal das Verhältnis zwischen Politik und Wirtschaft näher zu fassen, d.h., die Unterschiede zwischen Markt- und Planwirtschaft zu umreißen, aber auch um die Bedeutung des Wirtschaftswachstums für ökonomische Theorien und politische Akteure zu erläutern (PDF, 56 Seiten).
Unterrichtseinheit zur Marktwirtschaft und zu Alternativen
Die NGO Attac legt hier eine Unterrichtseinheit vor, die erst einmal die Begriffe Marktwirtschaft und Kapitalismus analysiert, um zu verdeutlichen, dass beide Begriffe nicht einfach politisch neutral sind, sondern bestimmte Perspektiven auf die Ökonomie darstellen, die miteinander konfrontiert werden müssten. Dabei werden Rollenspiele, Textanalysen und unterschiedliche Diskussionskonzepte gebraucht. (PDF, 34 Seiten)
Unterrichtseinheit zu Wachstum und Wachstumskritik
Anknüpfend an die vorherige Einheit hat jene Organisation wieder eine didaktisch vielseitige Einheit (vom Rollenspiel bis hin zur Arbeit mit Quellentexten und Diagrammen) zusammengestellt, die in die Grundbegriffe einführt, gut die Debatte rekonstruiert, ob es vernünftig oder gut für eine Gesellschaft ist, ihre Ökonomie und ihre Reproduktion, ihren Umgang mit endlichen Ressourcen auf ein Konzept des Wachstums auszurichten. Dabei werden durchwegs auch Problematisierungen der Degrowth-Bewegung mit eingeflochten, um einen multiperspektivischen Zugang zu ermöglichen. (PDF, 34 Seiten)
Brundtland-Bericht als erste Definition eines UN-Organs zur nachhaltigen Entwicklung
Der Bericht stellt die entscheidende Quelle zur Definition „nachhaltiger Entwicklung“ dar, auf die sich weiterhin innerhalb der UN berufen wird. Sie ist auch als historisches Dokument von Wert, da sie in Auszügen gebraucht werden könnte, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit der gegenwärtigen Agenda aufzuzeigen. (englisch)
Positionierung der Bundesregierung zu den UN-Nachhaltigkeitszielen
Umfassende Linksammlung zu Aktivitäten der Bundesregierung, die jeweils zu den einzelnen Zielen aufgelistet werden. Die ausgewiesenen Aktivitäten könnten Beispiele für Fallanalysen werden, um zu beurteilen, ob diese gemäß den Zielsetzungen umgesetzt werden oder gegebenenfalls auch widersprüchliche Effekte zeitigen.
Einschätzung der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele durch die Bundesregierung
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat sich in mehreren kurzen Broschüren zur gegenwärtigen Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung kritisch geäußert. Diese können als Quellen zur Beurteilung herangezogen werden.
Sammlung von Unterrichtsmaterial und Bildungsangeboten zu den Nachhaltigkeitszielen der UN
Das Portal Globales Lernen hat eine umfangreiche Linkliste erarbeitet, die unterschiedliche didaktische Angebote bereithält, die von Unterrichtseinheiten über Workshops bis hin zu Materialsammlungen reichen.
Unterrichtseinheiten zu den einzelnen Nachhaltigkeitszielen der UN
Zu ausgewählten Zielen hat Verein Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung 24 Unterrichtseinheiten entwickelt, die das didaktische Konzept transparent machen, Powerpoint-Präsentationen bereithalten und bereits gestaltete Materialien.
Wechselwirkungen der Postwachstums- und Gemeinwohlökonomie zu Wirtschaft und Umwelt
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Arbeitsblätter zur Einführung in die Wachstumskritik
Das Heft "Themenblätter im Unterricht" Nr. 92 der Bundeszentrale für politische Bildung bietet nutzbare Karikaturen, Quellenauszüge und kann als Konzeption für eine Unterrichtssequenz im Einstieg in die Reihe genutzt werden.
Unterrichtsmaterialien für die Einführung in die Gemeinwohl-Ökonomie
Vom Verein International Federation for the Economy for the Common Good e.V. werden unterschiedliche didaktische Konzepte und Unterrichtsmaterialien angeboten, um das Verhältnis von Gemeinwohl und Marktwirtschaft zu ergründen, mit Planspielen die Thematik erfahrbar werden zu lassen.
Am Landesinstitut für Lehrerbildung entwickelte Projekteinheit zum Postwachstum, die umfangreiche didaktische Anregungen enthält, um mittels eines Weblogs Schülerinnen und Schüler ein eigenständigen Projektarbeiten zu ermöglichen und zu begleiten. (PDF, 55 Seiten)
Im Rahmen einer Projektarbeit der oben angegebenen Einheit entstandener Weblog eines PGW-Kurses an der Stadtteilschule Bahrenfeld, der spannende Einsichten liefert, was ein solches Arbeiten im Projekt für Früchte tragen kann.
Geschichte des Begriffes und der Theorie des Degrowth
Längerer Artikel über die Herkunft und besonders über die historischen Vorläufer, mit Fokus auf die Debatten der 1970er Jahre über die Grenzen des Wachstums. Das Degrowth-Webportal bietet einen Überblick über die akademischen Aktivitäten dieser Bewegung, über aktuelle Projekte und wird vom Verein Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V. betrieben. Die Mediathek bietet zudem Vorträge, die gut als Einstieg gebraucht werden können, um sich der Thematik anzunähern.
Es mag zwar der übliche Weg vieler sein, aber auch das Selbstverständliche wird hier noch einmal getan: Auf Wikipedia.de ist ein umfangreicher Artikel, der in den Begriff einführt, die Rechtsformen untersucht, aktuelle Trends bespricht und viele Links bereithält, um sich mit dem Gegenstand intensiver auseinanderzusetzen.
Artikel zum Begriff und der Geschichte der Genossenschaft
Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt einen Artikel eines Wirtschaftslexikons zur Verfügung, der gut als Überblick oder Einstieg genutzt werden kann. Der Bezug zu sozialen Bewegungen wird allerdings nur am Rande thematisiert.
Sammlung von Arbeitsblättern zu Genossenschaften als Unternehmensform
Die Stiftung „Jugend und Bildung“ stellt auch für die Sekundarstufe Materialien bereit, um sich näher mit der Thematik zu befassen. Allerdings ist anzumerken, dass die Materialien mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken entwickelt worden sind, weswegen auch ein „Schwerpunkt“ auf dieses Unternehmen gelegt wird.
Zum Verhältnis von Genossenschafts- und Arbeiterbewegung
Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat auf ihrem Portal zur Geschichte der Arbeiterbewegung einen informativen Text, der gut als Einführung in die Entwicklung der Genossenschaft genutzt werden kann.
Die Website des Fördervereins „Konsumgenossenschaft Vorwärts Münzstraße e.V.“, der auch Unterrichtsmaterialien zu dieser Konsumgenossenschaft in Wuppertal zur Verfügung stellt und auch gut den Zusammenhang mit der Geschichte der Arbeiterbewegung herausstellt. Als konkretes Beispiel für eine geschichtliche Form der Genossenschaft ist dies zu gebrauchen.
Material zur Perspektive einer sozial-ökologischen Transformation I
Essay des Politikwissenschaftlers Ulrich Brand ist ein Plädoyer für ein neues politisches Projekt, welches das Paradigma von „Wachstum und Verteilung“ hinter sich lassen möchte und stattdessen für ein neues Wohlstandsmodell eintritt. Als Diskussionsgrundlage geeignet, um sich über die Chancen und Risiken einer solchen Transformationsperspektive einzulassen.
Die Wochenzeitung „Zeit“ stellt einige Arbeitsblätter zum Grundeinkommen zusammen, die in die unterschiedlichen Modelle des Grundeinkommens einführen und wagt den Einstieg über die praktische Erprobung dieses Konzepts. (PDF, 11 Seiten)
Die Joachim-Herz-Stiftung stellt eine von Jana Bretschneider entworfene Unterrichtseinheit zur Verfügung, die gut verwendet werden kann, wenn im Kurs Grundkenntnisse über soziale Sicherungssysteme vorhanden sind. Es wird über unterschiedliche Methoden in die Thematik eingeführt und mittels kontroverser Positionen die Vertiefung gewährleistet. (PDF, 9 Seiten)
Grundeinkommen als Ausdruck eines nachhaltigen Sozialstaates
Essay des Schweizer Ökonomen Thomas Straubhaar, der sich für ein Grundeinkommen stark macht und die finanzielle Belastung der Staatskasse als Grund anführt, um über eine solche kostengünstigere Alternative nachzudenken. Kann gut gebraucht werden, um es mit kritischen Positionen zum Grundeinkommen zu konfrontieren, die mit dieser Veränderung eher einen Abbau von Sozialstaatlichkeit verbinden. (PDF, 5 Seiten)
Material für eine Einheit: Pro- und Contra-Diskussion zum Grundeinkommen
Das Grundeinkommen wird als zeitgemäße Antwort auf die gesellschaftlichen und ökonomischen Probleme gehandelt, aber auch vehement kritisiert. Die gegenwärtige Debatte um Nachhaltigkeit wird auch an diesem Modell deutlich, da Nachhaltigkeit auch meint, mit einer zunehmenden Erwerbslosigkeit umzugehen, die durch Digitalisierung und Automatisierung ausgelöst werden könnte.
Material für eine Einheit: Diskussionsbeiträge zum Grundeinkommen
Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt ein Debattenvideo zur Verfügung, was gut für eine Unterrichtssequenz geeignet ist, da wesentliche Argumente hier vorgetragen werden. Zusätzlich findet sich eine Pro-Contra-Debatte zwischen dem Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge und dem Sozialwissenschaftler Michael Opielka.
Material für den Einstieg: Quiz zum Grundeinkommen
Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt ein Quiz zur Verfügung, in dem Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen über diesen Gegenstand erproben können.
Artikel von Johanna Warda aus dem Fluter (Februar 2020), der aufzeigt, inwiefern der Klimawandel bestehende Ungleichheitsverhältnisse verschärft. Als Quelle geeignet, um die Vermitteltheit sozialer und ökologischer Krisen zu verdeutlichen.