Der Wikipedia-Artikel für gute erste Orientierung, gibt Auskunft über Herkunft und Geschichte des Wissenschaftsbegriffs, kurzen historischen Abriss des Wissenschaftsbetriebs, umreißt Differenzierung von Wissenschaft in Forschung und Lehre, gibt eine Aufzählung der wissenschaftlichen Werte und eine Übersicht über die Einteilung der Wissenschaft nach Aristoteles (mit Schaubild).
Einführender, gut verständlicher Text von Gabriele Mehling, der erläutert, was Wissenschaft ausmachen sollte und dabei auf die Begriffe des Wissens, der Erkenntnis, der Wahrheit und Objektivität sowie auf die Thematik der Wertfreiheit eingeht, auch die Problematik wissenschaftlicher Ethik wird umrissen.
Ein kurzer und gut verständlicher Abriss über Begriffsbestimmung, Begriffsgeschichte und Diskussion von Kriterien der Pseudowissenschaft in der Wissenschaftstheorie mit Bezug auf die Debatte um das Kriterium der Falsifizierbarkeit.
Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft
Ein Blogbeitrag von Florian Freistetter, der gut verständlich Kriterien zur Abgrenzung von wissenschaftlichen und pseudowissenschaftlichen Herangehensweisen aufführt.
Ein sehr informativer Artikel von Ute Frietsch, der differenziert und pointiert die unterschiedlichen theoretischen Konzepte und Zuschreibungen von Pseudowissenschaft im interkulturellen, transnationalen Vergleich von Wissenschaftssystemen darstellt. Er führt vor, wie von Beurteilungen als Pseudowissenschaft auf verschiedene Auffassungen von Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit rückgeschlossen werden kann.
Übersichtliche und gut systematisierte Folien mit anregenden Beispielen von Prof. Dr. Bernhard Beckert, die Merkmale von Pseudowissenschaften auflisten, ihre Abgrenzungsmöglichkeiten und Übergänge zu Parawissenschaften und nichtwissenschaftlichem Anspruch umreißen. (PDF, 25 Folien)
Ein erhellender Beitrag von Lydia Heller und Azadê Peşmen für Deutschlandfunk, der sich sehr gut zur problematisierenden Einführung in die Thematik Wissenschaft und Pseudowissenschaft eignet. Er legt dar, wie wissenschaftliche Bestrebungen Motor des europäischen kolonialen Expansionsprojektes waren und wie sich im Zusammenhang damit wiederum die „Rasseforschung“ als Wissenschaft zu legitimieren suchte. Eine sehr gute Problematisierung auch der Verwobenheit wissenschaftlicher und ökonomischer Interessen.
Ein pointierter Artikel von Wolf Peter Klein, der sich gut in den Unterricht integrieren lässt, wenn man dichotomische oder zu holzschnittartige Unterscheidungen von Deskription (Beschreibung) und Explanation (Erklärung) in Frage stellen möchte.
Eine kurze Begriffsbestimmung von Prognose, die auch Kriterien zur Bestimmung der Triftigkeit von Prognosen, einen Abriss von Prognoseverfahren und der unterschiedlichen einzelwissenschaftlichen Anwendungsgebiete gibt. Sie legt zudem die Wissenschaftsorientierung von Prognosen im Unterschied zu anderen Aussagen über die Zukunft dar.
Kurzer Artikel zur deduktiven Methode, welcher auch einen Blick auf die Diskussion von Deduktion und Induktion in der Wissenschaftstheorie (Karl Poppers Falsifikationismus) wirft.
Weiß die Wissenschaft überhaupt etwas? Popper und Reid zum Induktionsproblem
Sehr übersichtliches und differenzierendes Folienmaterial von Mark Siebel, der sowohl den Ausgangspunkt als auch die Lösungsvorschläge des Hume’schen Induktionsproblems vorstellt. (PDF, 20 Folien)
David Humes Erfahrungsbegriff und das Induktionsproblem
Wissenschaftliche Hausarbeit von Stefan Höltgen, der das Hume’sche Induktionsproblem in dessen Überlegungen zum Erfahrungsbegriff einbettet. (PDF, 19 Seiten)
Sehr ausführlicher Artikel von Wolfgang Spohn über das von David Hume in der Erkenntnistheorie problematisierte Induktionsproblem, der einen Einblick in die Geschichte, den Verlauf und die Zielrichtungen der sich daran anschließenden Debatten gibt. (PDF, 25 Seiten)
Aufschlussreicher Artikel von Yasuyuki Kageyama, der Poppers Theorie der Falsifizierbarkeit im Ausgang von einer Erläuterung der Funktionen, die sie innerhalb der Popper’schen Wissenschaftstheorie innehaben, erschließt.
Ausführliche Erläuterung der Problematik des Falsifikationismus in einer Vorlesung zur Wissenschaftstheorie von Prof. Dr. Torsten Wilholt. (Video, 45 Min.)
Der Falsifikationismus und die Wissenschaftsgeschichte
Vorlesungsmitschnitt (mit Folien) einer Wissenschaftstheorie-Vorlesung von Prof. Dr. Torsten Wilholt. In einem dreizehnminütigen Abriss wird anhand aufschlussreicher wissenschaftstheoretischer Beispiele der Falsifikationismus-Ansatz Poppers kontextualisiert und zugleich problematisiert. (Video, 14 Min.)
Vorlesungsmitschnitt mit Folien einer Vorlesung von Prof. Dr. Torsten Wilholt zur Wissenschaftstheorie. Die ca. zwanzig-minütige Sitzung widmet sich ausführlich dem Problem der Theoriebeladenheit der Wahrnehmung in Reflexion auf die wissenschaftliche Beobachtungssprache. (Video, 24 Min.)
Buchauszug (drittes Kapitel) aus Matthias Adams Theoriebeladenheit und Objektivität. Zur Rolle der Beobachtung in den Naturwissenschaften, 2013), in dem die Positionen von Russell Norwood Hanson und Thomas S. Kuhn zur Theorieabhängigkeit von Beobachtungen erörtert werden. (PDF, 48 Seiten)
Historische Wissenschaftstheorie/Paradigmen und Paradigmenwechsel nach Kuhn
Paradigmenwechsel (wikipedia)
Kurzer Abriss des Kuhn’schen Paradigmenwechselbegriffs und des Kontextes, in dem er entwickelt wurde sowie knappe Zusammenfassung der sich daran anschließenden Kritiken und Debatten.
Übersichtsfolien von Maurice Schleußinger und Natalie Friedrich (Universität Düsseldorf), auf denen einführend, stichpunktartig und mithilfe von Bildern und Grafiken die Hauptthesen des Paradigmenwechsel-Konzepts aufgelistet werden, enthält zudem mögliche Fragen an Schülerinnen und Schüler. (PDF, 28 Folien)